Rezension | Die Magie der Lüge von Nicole Gozdek

Inhalt

Stell dir vor, ein Zauber stiehlt dir deine Vergangenheit ...

Anderta Passario führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie eine harmlose Wahrsagerin, nachts eine gerissene Diebin. Sie ist glücklich. Doch eines Tages verändert ein Zauber die Wirklichkeit und Anderta scheint die Einzige zu sein, die sich an ihre Vergangenheit erinnert. War ihr ganzes Leben nur eine Lüge? Anderta ist wild entschlossen, ihr altes Leben mit allen Mitteln von dem schuldigen Magier zurückzufordern: Tirasan Passario. Dieser ahnt zwar nichts von Andertas Plänen, aber auch ihn schmerzt der Verlust seiner Vergangenheit. Gerade die Beziehung zu seinem Freund Rustan ist komplizierter denn je, denn Tirasan weiß genau, was dieser heimlich für ihn empfindet – nur hat Rustan sein Liebesgeständnis von einst vergessen. Dabei war Tir ihm noch eine Antwort schuldig! Doch sowohl Anderta als auch Tirasan müssen feststellen, dass es nichts bringt, der Vergangenheit nachzutrauern, wenn man die Gefahren der Gegenwart nicht erkennt.

Meine Meinung

Achtung, Band 2! Nachdem ich letztes Jahr die Magie der Namen beendet hatte, war ich begeistert, endlich wieder einmal einen guten Einzelband im Fantasy gefunden zu haben. Sicher könnt ihr euch vorstellen, dass ich die Idee eines zweiten Bandes genau aus diesem Grund nicht so gut fand. Da mir das Ende damals dann doch sehr überstürzt und unvollständig vorgekommen war, habe ich mich dennoch entschieden, der Fortsetzung eine Chance zu geben.

Eines Tages liegt neben Anderta Passario beim erwachen ein Kind! Ein ihr unbekanntes Kind! Als sie dann versucht heraus zu finden was geschehen ist und zu wem dieses Kind gehört, scheint die ganze Welt völlig aus den Fugen geraten zu sein. Die ihr bekannte Realität existiert nicht mehr und ausser ihr scheint das niemand zu bemerken. Was ist da nur passiert und wie bekommt sie ihre Vergangenheit wieder zurück?

Völlig neue Charaktere in einer bereits bekannten und doch anderen Welt. Die Magie der Lüge nimmt die Geschichte nicht wie erwartet am Ende des ersten Bandes, sondern bereits einige Wochen vorher wieder auf. Mit ihrem leichten, einfachen und doch detaillierten Schreibstil erzählt uns die Autorin in der Fortsetzung, wie andere Bewohner ihrer Welt mit den drastischen Veränderungen am Ende des ersten Bandes weiterleben müssen. Auch die Charaktere aus dem ersten Band spielen wieder eine entscheidende Rolle, auch wenn sie dieses Mal nicht Hauptteil der Geschichte sind.

Fazit

Nachdem ich die Fortsetzung nun gelesen habe kann ich leider nur sagen, dass sie zwar nicht schlecht war, aber einfach nicht nötig gewesen wäre. Irgendwie hatte ich bis zum Schluss den Eindruck, dass dieses Buch nur dazu da ist, die Fehler des ersten Bandes aus zu gleichen. Natürlich könnt ihr dem Buch eine Chance geben, falls euch Die Magie der Namen gut gefallen hat, aber meiner Meinung nach verpasst ihr nicht viel, solltet ihr das Buch nicht lesen wollen.

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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