Rezension | Der Geschmack von Sommerregen von Julie Leuze

Geschmack von Sommerregen | Julie Leuze | 320 Seiten | Egmont Lyx | 11.07.2013



Inhalt

Sophie ahnt nicht, dass ein halbes Lächeln alles auf den Kopf stellen wird. Dass ein einziger Blick aus schokoladenbraunen Augen ausreichen wird, um ihre Welt in Funken sprühendes Himmelblau zu tauchen. Dass ein einziger Kuss ihr den Mut verleihen wird, dem Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen, das ihr Leben bis jetzt bestimmt hat. Mattis ahnt nicht, dass Sophie ihm entlocken wird, was er vor allen anderen verbirgt. Dass er sich mit ihr so sicher fühlen wird wie noch mit niemandem zuvor. Beide ahnen nicht, dass ihre Liebe sie über sich selbst hinauswachsen lassen wird. Sophie und Mattis. Mattis und Sophie.

Meine Meinung

Sophie hat eine ganz besondere Gabe, denn sie kann ihre Gefühle den schönsten und verschiedensten Farben zuweisen. Reumütiges Violet, freudiges Gelb, süsses Weiss, bitteres Oliv oder verliebtes Gold, jedes einzelne Gefühl nimmt sie durch eine andere Farbe wahr. Leider denken nicht alle so positiv über ihre Art mit Gefühlen um zu gehen und nachdem ihre Mutter ihr jahrelang verboten hat, diese auch nur zu erwähnen, hat sie den Eindruck, dass etwas mit ihr nicht stimm. Als sie jedoch Mattis kennen lernt und sich vor Gefühlen nicht mehr retten kann, muss sie einfach wissen, wieso sie so ist wie sie nun einmal ist und sucht in der Vergangenheit der Familie nach Antworten.
Unsere Blicke schlingen sich umeinander und plötzlich habe ich das Gefühl, er kann bis tief in meine Seele schauen - bis hin zu meinem Geheimnis - zu den blauen Wellen, der goldenen Gischt, dem roten Funkenregen.
Der Neue in der Klasse ist so süss, da hat Sophie natürlich keine Chance! Mehr Klischee könnte man schon zu beginn gar nicht haben. Und dann gibt es natürlich auch die obligatorische Clique der Coolen und Tussis, die sich sofort um den Geheimnisvollen schönen Mattis scheren. Alles altbekannt und doch hat Geschmack von Sommerregen etwas an sich, dass mich von Anfang an packen konnte. Was mir dann am besten an dieser Geschichte gefallen hat? Das was sie uns allen vermitteln möchte! Jeder von uns sollte sich so akzeptieren wie er ist und jeder hat seine Besonderheiten. Es sind meistens die ungewöhnlichen Eigenschaften, die uns zu dem machen, was wir sind. 

Fazit

Auch wenn der Verlauf der Geschichte nicht wirklich originell und teilweise doch sehr voraussehbar war, konnte mich die Autorin mit ihrem Debüt durchaus unterhalten. Schlussendlich habe ich mir einfach etwas mehr Tiefgang, vor allem über diese Art Gefühle als Farbe wahr zu nehmen und ein etwas besser ausgearbeitetes Ende gewünscht.

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