Rezension | Die Verratenen von Ursula Poznanski

Die Verratenen | Ursula Poznanski | Löwe | 464 Seiten | 9.10.2012

Inhalt

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein.
Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft.
Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

Meine Meinung

Es gibt tatsächlich noch Geschichten, die mich in Sachen Dystopie überzeugen können! Ja eine isolierte Welt in Kuppel ähnlichen Gebäuden, ein paar Ausbrecher, die in der Wildnis überleben müssen, barbarische Völker in der Natur, alles keine Neuheiten. Und doch, hat Ursula Poznanski ihre Geschichte so erzählt und aufgebaut, dass man sie bis zum Schluss mit Spannung verfolgen kann. 
„Ihr nennt sie Prims, aber sie sind nicht primitiv, sondern der Welt in ihrer ganzen Härte ausgeliefert. Es ist nicht leicht, fair zu sein, wenn man verhungert oder erfriert.“
Sie ist die Nr. 7! Um auf der Rangliste so hoch steigen zu können muss mann hart arbeiten, Ria ist die beste in ihrem Gebiet und kann ihren Mitmenschen ihre Gedanken und Gefühle schon fast aus den Gesichtern lesen. Ihr Leben könnte nicht besser sein, bald würde sie ihren Abschluss machen und dann endlich eine grosse Rolle in die Geschichte ihrer Welt spielen. Alles scheint in bester Ordnung zu sein, bis sie eines Tages ein Gespräch über den Verrat innerhalb ihrer Gemeinschaft hört. Ria ist schockiert, denn unter den Zahlen die als Verräter genannt wurden, war ausgerechnet sie dabei, die Nr. 7! Das muss ein Missverständnis sein, doch Ria bleibt nicht viel Zeit um heraus zu finden was passiert ist, denn auf Verrat steht die Todesstrafe.

Nach einem einleitendem Einstieg, dass einem sehr hilft sich in der neuen Welt zurecht zu finden, wird die Geschichte von Ursula Poznanski schnell spannend und bleibt bis zur letzten Seite unvorhersehbar und mitreissend. Auch wenn ich mich nicht mit allen Protagonisten anfreunden konnte, so waren sie alle sehr gut und detailliert dargestellt, so dass man zum Schluss den Eindruck hatte, jeden einzelnen von Ihnen persönlich zu kennen.

Fazit

Der Auftakt der Eleria Trilogie konnte zwar nicht durch eine neue und einzigartige Idee glänzen, dafür jedoch umso mehr mit einzigartig und tiefgründigen Charakteren und einem unerwarteten und spannenden Verlauf. Endlich habe ich wieder eine Dystopie gefunden, bei der die vorausgesagte Entwicklung unserer Welt durchaus real sein kann und auch der ganze Aufbau dieser neuen Gesellschaft interessant umgesetzt wurde. Ich werde auf jeden Fall weiterlesen und kann allen unter euch, die nach einer guten Dystopie ausschau halten, dieses Buch sehr weiterempfehlen. 

1 Kommentar

  1. Hallo! :)
    Tolle Rezension. Ich habe das Buch angefangen, aber leider ist mir ein anderes dazwischen gekommen. Hoffentlich kann es bald weiterlesen, ich fand es nämlich auch interessant.
    Liebe Grüße, Denise ;)

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